Südostasien-Rundreise: Touren in Vietnam, Thailand, Indonesien und Kambodscha
Wer nach Südostasien reist, kombiniert meist mehrere Länder. Dieser Ratgeber zeigt, welche Regionen sich in Vietnam, Thailand, Indonesien und Kambodscha lohnen, wann das Wetter mitspielt und welche Ausflüge ihr Geld wert sind. Die ausführlichere Fassung gibt es als englische Version dieses Ratgebers.
Über JetlyGo
JetlyGo ist ein kostenloser Reiseplaner, der Flüge, Unterkünfte, Touren und Visa an einem Ort bündelt, statt sie auf ein Dutzend Browser-Tabs zu verteilen. Die Touren stammen von Veranstaltern vor Ort, mit denen wir direkt zusammenarbeiten. Preise gelten immer für Ihre Gruppe und Ihre Reisedaten, damit klar ist, wofür eine Zahl steht.
Einen Überblick über alle Angebote finden Sie auf der Seite mit allen Touren in Südostasien. Fragen an den Veranstalter sind vor der Zahlung möglich.
Vietnam
Vietnam ist lang und schmal, rund 1.650 Kilometer von der chinesischen Grenze bis zum Mekongdelta. Die meisten Reisenden landen in Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt, reisen in zwei bis drei Wochen einmal durchs Land und fliegen am anderen Ende wieder ab. Alle Angebote stehen auf der Seite für Rundreisen und Touren in Vietnam.
Halong-Bucht und Lan-Ha-Bucht
Die Halong-Bucht gehört zum UNESCO-Welterbe: fast 2.000 Kalksteininseln ragen aus grünem Wasser. Ein Tagesausflug ab Hanoi ist gehetzt, die Fahrt dauert pro Strecke etwa zweieinhalb Stunden. Besser ist eine Nacht an Bord, dann sehen Sie die Bucht bei Sonnenuntergang und am frühen Morgen, bevor die Tagesboote eintreffen. Kabinen und Routen vergleichen Sie bei den Kreuzfahrten in der Halong-Bucht.
Wen Menschenmengen stören, der schaut sich die Lan-Ha-Bucht an. Sie liegt direkt südlich, hat dieselbe Kulisse und deutlich weniger Boote.
Phong Nha
Im Nationalpark Phong Nha-Ke Bang liegen einige der größten Höhlensysteme der Erde, darunter Son Doong mit dem größten bekannten Höhlengang der Welt. Ein guter Einstieg ist die Hang-En-Höhle mit Zeltnacht an einem unterirdischen Fluss. Alle Höhlentouren in Phong Nha sind nach Schwierigkeit sortiert. Für Son Doong braucht es echte Fitness und viele Monate Vorlauf.
Hue und Hoi An
Hue war von 1802 bis 1945 die Kaiserstadt Vietnams. Zitadelle, Königsgräber und Pagoden am Parfümfluss füllen gut einen ganzen Tag.
Die Altstadt von Hoi An, ein ehemaliger Handelshafen mit gelben Kaufmannshäusern und Lampiongassen, ist ebenfalls UNESCO-Welterbe. Kein Ort im Land eignet sich besser als Standquartier für Halbtagesausflüge: mit dem Korbboot durch die Kokospalmen von Cam Thanh samt Kochkurs, zu den Cham-Ruinen von My Son am späten Nachmittag oder zum Schnorcheln auf die Cham-Inseln. Mehr dazu unter Ausflüge ab Hoi An.
Thailand
Thailand ist das einfachste Reiseland der Region. Der Verkehr funktioniert, Unterkünfte gibt es in jeder Preisklasse, und Pläne lassen sich von einem Tag auf den anderen ändern. Die Schwierigkeit liegt woanders: Bei so viel Angebot trennt man gute Touren nur schwer von Touristenfallen.
Bangkok
Gerade weil der Verkehr in Bangkok berüchtigt ist, funktionieren Radtouren hier so gut. Sie nutzen Gassen, Kanalwege und Flussfähren, die kein Auto erreicht. Höhepunkt ist Bang Krachao, eine grüne Flussschleife des Chao Phraya, die Einheimische die grüne Lunge der Stadt nennen. Die alte Königsstadt Ayutthaya liegt rund 80 Kilometer nördlich und ist ein einfacher Tagesausflug. Alles Weitere unter Radtouren und Ausflüge in Bangkok.
Chiang Mai
Chiang Mai liegt etwa 700 Kilometer nördlich in den Bergen, kühler, ruhiger und grüner als die Hauptstadt. Elefantenreiten ist nicht mehr vertretbar. Die besseren Auffangstationen lassen Sie die geretteten Tiere stattdessen begleiten, füttern und beobachten.
Dazu kommen Wildwasser-Rafting auf dem Mae Taeng, etwa von Juli bis Februar, Wanderungen am Doi Inthanon, dem höchsten Berg des Landes, und der Sticky Waterfall, an dessen griffigem Kalkgestein man den Wasserfall hinaufläuft. Eine Auswahl finden Sie unter Aktivurlaub rund um Chiang Mai.
Phuket und Khao Sok
Phuket ist die größte Insel Thailands und Ausgangspunkt für die Andamanensee. Das Meer ist etwa von November bis April ruhig und von Mai bis Oktober rau. Frühe Schnellboote erreichen die Phi-Phi-Inseln vor dem Andrang, Kajaks paddeln in der Phang-Nga-Bucht in versteckte Lagunen. Lohnend ist auch der Cheow-Lan-See im Nationalpark Khao Sok, wo Sie in schwimmenden Floßhäusern übernachten. Mehr unter Bootsausflüge ab Phuket.
Indonesien
Indonesien besteht aus mehr als 17.000 Inseln in drei Zeitzonen. Alles auf einer Reise sehen zu wollen, ist ein Fehler. Besser wählen Sie ein oder zwei Regionen und nehmen sich dort Zeit.
Bali
Auf Bali landen die meisten Besucher, und die Insel hat ihren Ruf verdient. Anfänger lernen das Surfen an den sanften Sandstränden von Kuta und Seminyak. An der Ostküste liegt bei Tulamben das Wrack der USAT Liberty so flach vor dem Strand, dass man darüber schnorcheln kann. Von Sanur aus erreicht ein Schnellboot in 30 Minuten Nusa Lembongan, in der Nähe sammeln sich fast das ganze Jahr Mantarochen. Die Auswahl steht unter Surfkurse und Tagesausflüge auf Bali.
Lombok ist Balis ruhigere Nachbarinsel. Auf den drei Gili-Inseln vor der Küste fahren keine Autos, und beim Schnorcheln begegnen Sie oft Meeresschildkröten.
Komodo und Labuan Bajo
Nur im Komodo-Nationalpark leben Komodowarane in freier Wildbahn, dazu kommen einige der artenreichsten Riffe der Welt. Tor zum Park ist Labuan Bajo auf Flores, mit Direktflügen ab Bali. Es gibt drei Möglichkeiten: Tagesausflüge mit dem Schnellboot, geteilte Bootsfahrten über zwei oder drei Tage mit Übernachtung an Bord oder Liveaboards auf traditionellen Phinisi-Holzschiffen. Alle Schiffe vergleichen Sie unter Bootstouren im Komodo-Nationalpark.
Raja Ampat
Raja Ampat liegt vor der Westspitze Neuguineas im Herzen des Korallendreiecks. Nirgends wurden mehr Rifffischarten und Korallen gezählt. Sie wohnen entweder in einem Öko-Resort an Land oder tauchen von einem Liveaboard aus. Die Anreise kostet Mühe, lohnt sich aber. Optionen unter Tauchreisen nach Raja Ampat.
Kambodscha
Kambodscha wird oft auf zwei Tage zwischen Vietnam und Thailand zusammengestrichen. Schade, denn allein die Tempel von Angkor rechtfertigen drei Tage.
Siem Reap und Angkor
Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert Hauptstadt des Khmer-Reichs, der Archäologiepark umfasst rund 400 Quadratkilometer. Angkor Wat ist das größte religiöse Bauwerk der Welt, aber nur der Anfang: Der Bayon zeigt mehr als 200 steinerne Gesichter, Ta Prohm steckt im Griff riesiger Feigenwurzeln, und Banteay Srei, etwa 35 Kilometer entfernt, hat die feinsten Steinmetzarbeiten. Ein Dreitagespass reicht den meisten, Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
Nach den Tempeln geht es am besten hinaus in die Reisfelder. Quad- und ATV-Touren folgen roten Pisten vorbei an Stelzenhäusern, Wasserbüffeln und Lotusteichen, ein Führerschein ist nicht nötig. Unsere Empfehlung ist die Fahrt zum Sonnenuntergang. Alle Varianten stehen unter Quadtouren in Siem Reap.
Beste Reisezeit
| Region | Beste Monate | Hinweis |
|---|---|---|
| Nordvietnam (Hanoi, Halong-Bucht) | Oktober bis April | Im Februar und März oft diesig |
| Zentralvietnam (Hue, Hoi An, Phong Nha) | Februar bis August | September bis Dezember Starkregen und Überschwemmungen |
| Südvietnam (Saigon, Mekong) | Dezember bis April | Mai bis Oktober kurze tägliche Schauer |
| Bangkok und Chiang Mai | November bis Februar | Im März und April Rauchschleier im Norden |
| Phuket und Andamanenküste | November bis April | Similan-Inseln Mitte Mai bis Mitte Oktober geschlossen |
| Bali und Lombok | April bis Oktober | Juli und August am vollsten |
| Komodo | April bis November | Im Januar und Februar oft raue See |
| Raja Ampat | Oktober bis April | Ruhigere See |
| Kambodscha | November bis Februar | Regenzeit Juni bis Oktober wird unterschätzt |
Einen Monat, der für alle vier Länder passt, gibt es nicht. Längere Reisen planen deshalb um das Wetter herum.
Routenidee: drei Wochen, drei Länder
Die beliebteste Schleife der Region verbindet Vietnam, Kambodscha und Thailand. In elf Tagen reisen Sie von Hanoi über die Halong-Bucht, Phong Nha und Hue bis Hoi An und fliegen dann nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Von dort geht es für drei Tage nach Siem Reap. Danach folgen drei Tage Bangkok mit Ayutthaya und zum Schluss vier Tage Chiang Mai. Planen Sie einen Puffertag ein, denn Wetter kann in jedem dieser Länder Boote ausfallen lassen.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Visum? Das hängt von Ihrem Reisepass ab. Prüfen Sie die Einreisebestimmungen nach Reisepass für jedes Land auf der Route, bevor Sie Flüge kaufen. In der Regel muss der Pass bei Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Welches Land eignet sich für den Einstieg? Thailand ist der sanfteste Start, mit vielen Flügen und guter Infrastruktur. Vietnam verlangt etwas mehr Planung und belohnt dafür mit sehr abwechslungsreichen Landschaften.
Wann sollte ich buchen? Liveaboards in Komodo und Raja Ampat, Expeditionshöhlen in Phong Nha und Kreuzfahrten in der Hauptsaison sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Stadttouren lassen sich meist am Vortag buchen, wetterabhängige Bootsausflüge besser vor Ort.
Wie komme ich zwischen den Ländern voran? Am einfachsten mit Gabelflügen: Sie fliegen in einer Stadt ein und in einer anderen aus. Von Bangkok gibt es Direktflüge nach Bali, nach Siem Reap fahren auch Busse über die Grenze bei Poipet.
Ihre ganze Reise, von der Route bis zur gebuchten Tour, planen Sie an einem Ort auf jetlygo.com.
Weitere Reiseführer
Ausführliche Ratgeber zu einzelnen Zielen:
- Halong Bucht: Kreuzfahrt und Anreise
- Nordvietnam Rundreise planen
- Zentralvietnam: Hoi An, Hue, Phong Nha
- Südvietnam und Mekongdelta
- Rundreise Vietnam Kambodscha
- Laos Rundreise im Norden
- Komodo Nationalpark besuchen
- Raja Ampat: Anreise und Tauchen
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